4.4 Normalbetrieb
Die Untersuchungen der Ausgangskomponenten A und B zeigen Exothermien und Gasentwicklung erst oberhalb von 300 °C. Diese liegen energetisch bei 300 J g-1, so dass explosive Eigenschaften oder Deflagrationsfähigkeit nicht zu erwarten sind.
Untersuchungen der Reaktionsmischungen zu unterschiedlichen zeitlichen Phasen der Reaktion zeigen keine Notwendigkeit, Texo herabzusetzen, und bestätigen die Reaktionswärme des gewünschten Prozesses.
Die Stoffe A und B sowie die Reaktionsgemische haben unterhalb von Texo nur einen vernachlässigbaren Dampfdruck. Das in Fall 2 verwendete Lösemittel D ist für die betrachtete Reaktion chemisch inert, hat einen hohen Siedepunkt Ts über 180 °C und ist bis über 200 °C thermisch stabil.
Eine signifikante Gasentwicklung ist somit nur in Verbindung mit der Zersetzungsreaktion des Stoffes C zu erwarten; für den Normalbetrieb sind alle möglicherweise entstehenden Dampf-/Gasmengen mit der vorhandenen Ausrüstung beherrschbar.
Aus verfahrenstechnischen Gründen und hier insbesondere wegen des relativ hohen adiabatischen Temperaturanstiegs ΔTad von mehr als 50 K müssen Wärmeabfuhrleistung und Reaktionsleistung aufeinander abgestimmt sein. Die Kühlleistung ist daher so gewählt, dass die bei der vorgesehenen Dosiergeschwindigkeit frei werdende Reaktionswärme bei der Solltemperatur abgeführt wird.
Der Normalbetrieb kann somit als sicher betrachtet werden.




