1.10 Welche Bedeutung hat die Mindestzündenergie?
Die Mindestzündenergie, abgekürzt MZE, ist eine explosionstechnische Kenngröße. Sie beschreibt die Zündempfindlichkeit eines Stoffes gegenüber Entladungen statischer Elektrizität. Ihre Kenntnis ist zur Anwendung der explosionstechnischen Schutzmaßnahme „Vermeiden wirksamer Zündquellen“ erforderlich.
Die Mindestzündenergie ist die unter festgelegten Versuchsbedingungen ermittelte kleinste, in einem Kondensator gespeicherte Energie, die bei Entladung ausreicht, das zündwilligste Gemisch einer explosionsfähigen Atmosphäre zu entzünden. Sie wird in mJ angegeben.
Grenzwerte werden z. B. in Anhang F der TRBS 2153 angegeben. Alternativ zur Mindestzündenergie kann auch die Mindestzündladung verwendet werden.
Siehe auch TRBS 2153, Abschnitt 2, Ziffer 20 sowie DIN EN 13821.



