3.12 Welche Zündgefahren besitzt die Maschine? Wodurch werden sie hervorgerufen?
Das Ergebnis dieser Gefährdungsermittlung kann in Spalte 1 der Tabelle 9 eingetragen werden.
In diesem Arbeitsschritt soll für die Maschine eine vollständige Liste aller denkbaren nichtelektrischen Zündgefahren erstellt werden. Dies kann z. B. mit Hilfe der Liste der Zündquellenarten in Abschnitt 5.2.1 der Normen DIN EN 1127-1 und DIN EN 13463-1 geschehen.
Weiterhin sind die vernünftigerweise vorhersehbaren Fehlgebräuche gemäß Nr. 1.0.2 in Anhang II der EG-Richtlinie 94/9/EG zu ergänzen.
Danach sollten diese potenziellen Zündgefahren einzeln betrachtet werden. Folgende Punkte sind dabei insbesondere zu betrachten:
- Bestimmungsgemäße Verwendung und die sonstigen Verwendungsmöglichkeiten
- Konstruktionsmerkmale
- Betriebszustände und deren Änderungen (Starten, Stoppen, Umschalten etc.)
- Äußere Einflüsse (Temperatur, Druck, Licht, Feuchte, ausfallende Schmierung etc.)
- Werkstoffauswahl, Werkstoffparameter, Werkstoffkombinationen und deren Wechselwirkungen (Metall, Kunststoff, elektrostatisch aufladbare Flüssigkeiten etc.)
- Wechselwirkungen mit anderen Geräten oder Komponenten
- Wechselwirkungen mit Personen (auch Fehlgebräuche)
- Kombinationen von Fehlerzuständen, sofern anwendbar (für Kategorie 1 sind Kombinationen von zwei zu erwartenden Störungen als seltene Störung zu berücksichtigen)




